Kleine Knospen oder große Kapernäpfel?

Die üblichen kleinen Kapern sind eingelegte Blütenknospen. Kapernäpfel sind dagegen die größeren Früchte, häufig mit Stiel angeboten. Beides lässt sich essen, aber nicht ohne Weiteres in derselben Stückzahl auf einer Pizza austauschen. Kleine Knospen verteilen sich leichter zwischen Sauce und Käse.

Lies außerdem, ob das Produkt in Essig, Salzlake oder trockenem Salz eingelegt ist. Diese Unterschiede verändern Säure und Salzgehalt. Eine Mengenangabe im Rezept sollte sich auf vorbereitete Kapern beziehen; das Gesamtgewicht eines Glases enthält auch Flüssigkeit oder Salz.

Vorbereiten, bevor der Teig belegt wird

Lass Kapern aus Essig oder Lake in einem kleinen Sieb abtropfen. Wenn sie sehr salzig oder stark sauer schmecken, kannst du sie kurz mit Wasser abspülen und anschließend gut trocknen. Verwende zum Abschmecken ein sauberes Besteck und gib probierte Stücke nicht zurück ins Glas.

Bei in Salz eingelegten Kapern entfernst du das anhaftende Salz durch Abspülen. Falls das Produkt zusätzliches Wässern verlangt, halte dich an die Packungsangabe. Danach ebenfalls abtropfen und trocknen. Salzige Einlegeflüssigkeit ist kein neutraler Ersatz für Tomatensauce und macht einen dünnen Boden unnötig feucht.

Mitbacken oder danach ergänzen

Kapern können nach einem passenden Rezept mitgebacken werden. Verteile sie dann gleichmäßig zwischen den anderen Zutaten, statt einen salzigen Haufen in der Mitte zu bilden. Backtemperatur und Dauer bleiben die des vollständigen Pizzarezepts; Kapern allein bestimmen sie nicht.

Du kannst vorbereitete verzehrfertige Kapern auch erst auf die fertig gebackene Pizza geben. Das hält ihren eigenen Biss deutlicher erkennbar. Wähle den Zeitpunkt bewusst und belege erst sparsam: Für eine Pizza um 30 Zentimeter ist ein Teelöffel abgetropfter kleiner Kapern ein vorsichtiger Einstieg, keine feste Vorgabe.

Den gesamten Belag abschmecken

Sardellen, Oliven, Thunfisch und kräftiger Käse können zusätzlich Salz beitragen. Würze deshalb die Tomatenbasis zurückhaltend und erhöhe die Kapernmenge erst, wenn die Kombination insgesamt passt. Die Kapern sollen einzelne würzige Punkte setzen, ohne jeden Bissen gleich stark zu bestimmen.

Bewahre den nicht benötigten Glasinhalt nach Herstellerangabe auf, nach dem Öffnen gegebenenfalls gekühlt. Entnimm ihn mit sauberem Besteck. Kleine Kapernmengen lassen sich außerdem in einer passenden Pastasauce verwenden; ein geöffnetes Glas muss nicht durch übermäßig dickes Belegen einer einzigen Pizza aufgebraucht werden.